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| 13.11.2009 |
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Contracting: Stadtwerke bauen Energiezentrale der GöVB |
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Göttingen (stpg). Die Stadtwerke Göttingen AG und die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH haben heute die neue Energiezentrale der GöVB in Betrieb genommen. Die Investition wurde im Rahmen eines so genannten „Contractings“ realisiert. Die Stadtwerke haben rund 421.000 Euro in zwei Gaskessel mit Brennwert- und Niedertemperaturtechnik sowie ein Blockheizkraftwerk investiert. Mit einer Maximalleistung von 967 Kilowatt thermisch sowie 50 Kilowatt elektrisch wird die neue Energiezentrale den Energieeinsatz der GöVB um rund 30 Prozent senken. Das Projekt ist in Rekordzeit abgewickelt worden: Nur zehn Wochen nach der Auftragsvergabe geht die Anlage in Betrieb.
Oberbürgermeister Wolfgang Meyer erklärte anlässlich der Inbetriebnahme, dass die KWK-Anlage der GöVB ein weiteres Projekt zur Steigerung der Klimaschutzaktivitäten in Göttingen sei. Meyer benannte drei Vorteile: „Die Stadtwerke unterstreichen einmal mehr ihre Kompetenz im Wärmecontracting. Für die GöVB wird die Anlage zur Kostenreduzierung führen. Und schließlich sind Göttinger Firmen bei der Planung und Ausführung beauftragt worden.“ In diesem Zusammenhang lobte Vorstand Kraft das Stadtwerke-Team um Projektleiter Thomas Rode und die Firma Ruhstrat, die dazu beigetragen hätten, die Energiezentrale in so kurzer Zeit zu errichten.
Als weiteren Meilenstein zur Erschließung des für die Stadtwerke noch recht jungen Geschäftsfeldes Contracting bezeichnete Stadtwerke-Vorstand Reinhard Kraft die Inbetriebnahme der Energiezentrale. In enger Kooperation zwischen dem Verkehrsunternehmen und dem lokalen Energiedienstleister ist ein Projekt erfolgreich beendet worden, das höchsten Ansprüchen in Sachen Energieeffizienz und Umweltschutz gerecht wird. Die Stadtwerke als Contractor werden für die nächsten 15 Jahre Wärme und Strom an die GöVB liefern. Kraft: „Es liegt natürlich nahe, dass ein Energieversorger wie die Stadtwerke ein solches Projekt für das im Nahverkehr tätige Tochterunternehmen realisiert.“ Dabei habe es sich für die GöVB um ein „Rund-um-sorglos-Paket“ gehandelt: „Die Stadtwerke haben von der Planung über die Auftragsvergabe, den Bau bis hin zum Betrieb der Heizzentrale alles übernommen.“ Durch eine Fernübertragung ist ein sicherer und höchst effizienter Betrieb möglich.
„Für uns bedeutet die Errichtung der neuen Energiezentrale bei der GöVB eine Fortsetzung unserer Investitionen in umweltschonende Technik“ so Stadtwerke-Vorstand Reinhard Kraft. Schließlich hätten die Stadtwerke in den vergangenen zehn Jahren nunmehr knapp zwölf Millionen Euro in umweltschonende Kraft-Wärme-Kopplung, Wasserkraft, Fotovoltaik und Erdgastankstellen investiert. Die Umweltbilanz dieser Investitionen könne sich sehen lasse, so Kraft: „Wir ersparen der Göttinger Luft mit den bisherigen Anstrengungen jährlich bereits über 7500 Tonnen Kohlendioxid. Die neue Anlage bringt ein zusätzliches Einsparpotential von knapp 200 Tonnen Kohlendioxid jährlich.“ Die Werte im Detail: Die Kohlendioxid-Bilanz sinkt von 339 auf 147 Tonnen pro Jahr, die Stromeinsparung in der Energiezentrale liegt bei über 65 Prozent und es werden 250.000 kWh Strom über die umweltschonende Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Zusätzlich gibt es eine Wärmeeinsparung von 25 Prozent.
Im Bereich dieser Kraft-Wärme-Kopplung gebe es bei den Stadtwerken reichhaltige Erfahrungen, erläuterte Reinhard Kraft. Die Stadtwerke das Heizkraftwerk Godehardstraße zwei Blockheizkraftwerke in den Baugebieten Kiesseekarree und Terrassen sowie die ebenfalls als Contracting geführte Energiezentrale bei der Firma Mahr. Zusammen mit dem GöVB-BHKW produzieren die Stadtwerke nunmehr etwa 18 Millionen Kilowattstunden Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung. Diese Menge würde ausreichen, um mehr als 5000 Haushalte zu versorgen. Kraft erklärte, dass mit der Energiezentrale ein weiterer Schritt zur Ressourcen schonenden Energieversorgung in Göttingen gemacht worden sei: „Die Stadtwerke sind ein lokales Unternehmen und stärken nicht nur mit diesem Projekt ihre Kompetenz, um Ökologie und Ökonomie künftig noch stärker in Einklang bringen zu können.“ Dies zeige sich auch in der aktiven Mitarbeit des Unternehmens in zukunftsweisenden Projekten wie der Energieagentur oder dem Klimaschutzprojekt Göttingen.
Reinhard Kraft unterstrich nochmals, dass es erklärte Strategie der Stadtwerke sei, das Contracting mit umweltschonenden Energiezentralen deutlich auszubauen. Ansprechpartnerin für das Geschäftsfeld ist Dr. Bettina Ahlborn. Sie ist telefonisch unter 0551/301-319 oder per e-mail unter contracting@swgoe.de zu erreichen.
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